Risikomatrix- was ist das?

Zu Beginn oder während eines Projektes können immer wieder Risiken auftreten, die den Projektfortschritt und somit den Erfolg erheblich gefährden können. Nachfolgend stellen wir die Risikomatrix vor, die einen Umgang mit diesen Risiken ermöglicht. Die Anwendung für die Matrix lässt sich grob in vier Phasen unterteilen.

Erste Phase: Brainstorming
In der ersten Phase werden (mit einem Team) potentielle Risiken gesammelt, die während des Projektverlaufs auftreten können. Hierbei geht es zunächst um eine wertfreie Sammlung von Risiken. Hierbei handelt es sich um eine Art Brainstorming. Wichtig dabei ist, dass die Risiken nicht zu generisch, sondern auf das Projekt spezifiziert formuliert werden. Bei Bedarf können die Risiken kategorisiert werden.

Zweite Phase: Die Bewertung der Risiken
Die Risiken werden zunächst einzeln anhand zweier Dimensionen bewertet: Impact und Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala. Im Beispiel ist eine Skala mit den Werten von 1 bis 5 für einen zunehmenden Impact des Risikos auf das Projekt dargestellt. Anschließend werden die Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft.

Dritte Phase: Erstellung einer Risikomatrix
Jedem Risiko wird eine Stufe gemäß dem Impact (X-Achse) und der Eintrittswahrscheinlichkeit (Y-Achse) auf der Risikomatrix zugeteilt. Der rote Bereich bedeutet, dass ein Risiko in beiden Dimensionen eine hohe Bewertung hat und wird somit als wichtig für das Projekt eingestuft. Der gelbe Bereich teilt Risiken eine mittlere Wichtigkeit zu und der grüne Bereich sagt aus, dass ein Risiko nicht wichtig ist. Wenn ein Risiko nicht wichtig ist, dann wird es im weiteren Verlauf erstmal nicht berücksichtigt. Dennoch ist es ratsam, kontinuierlich diese Risiken zu überprüfen, ob sich die Relevanz verändert hat.

Vierte Phase: Ableiten von Handlungspunkten

In der vierten Phase werden Maßnahmen für Risiken mit einer hohen und mittleren Wichtigkeit definiert (hohes Risiko, geringes Risiko in der Abbildung). Diese werden entweder präventiv oder reaktiv durchgeführt. Während bei einer Prävention, die Frage beatwortet wird, was getan werden muss, damit ein Risiko nicht eintritt, wird bei der Reaktion danach gefragt, was getan werden muss, sobald ein Risiko eingetreten ist.

Die Risikomatrix sollte in Projekten kontinuierlich miteinbezogen und angepasst werden, denn Risiken können sich im Projektverlauf verändern oder neue können hinzukommen. Folglich kann mit dieser Methode der Projekterfolg gesteigert werden.

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